Immobilienverwertung...
…im Insolvenzverfahren.
Drei typische Fehler – und wie sie vermieden werden können
Die Verwertung von Immobilien in Insolvenzverfahren gehört zu den an-
spruchsvollsten Aufgaben eines Insolvenzverwalters. Zeitdruck,
Haftungsfragen und die Interessen der Gläubiger erfordern wirtschaftlich
sinnvolle, rechtssichere und nachvollziehbare Entscheidungen. In der Praxis
zeigen sich jedoch immer wieder typische Fehler, die zu unnötigen Wertabschlägen und erhöhten Risiken
führen.
Fehler 1: Zu frühe Festlegung auf den Notverkauf
In vielen Insolvenzverfahren wird die Immobilie sehr früh als reiner Verwertungsfall betrachtet. Der daraus
resultierende Notverkauf erfolgt häufig, ohne alternative Szenarien ausreichend zu prüfen.
Revitalisierungs-, Umnutzungs- oder projektentwicklungsbezogene Ansätze bleiben unberücksichtigt, ob-
wohl sie in geeigneten Fällen zu einem deutlich höheren Erlös führen könnten.
Eine strukturierte Vorprüfung schafft hier Transparenz und ermöglicht eine fundierte Entscheidung dar-
über, ob eine sofortige Verwertung tatsächlich die wirtschaftlich sinnvollste Lösung darstellt.
Fehler 2: Fehlende Markt- und Nutzungsperspektive
Immobilien werden in Insolvenzverfahren häufig aus rein technischer oder bilanzieller Sicht bewertet.
Dabei bleiben Marktmechanismen, Nutzungspotenziale und Zielgruppen außer Acht. Gerade bei
Spezialimmobilien, Ferienimmobilien oder Objekten in besonderen Lagen kann dies zu erheblichen
Fehleinschätzungen führen.
Eine markt- und nutzungsorientierte Betrachtung ist entscheidend, um realistische Verwertungs- oder
Entwicklungsoptionen zu identifizieren und wirtschaftlich korrekt zu bewerten.
Fehler 3: Unzureichend strukturierter Verwertungsprozess
Ein weiterer häufiger Fehler liegt in der fehlenden Strukturierung des Verwertungsprozesses. Ohne klare
Strategie, saubere Dokumentation und belastbare Entscheidungsgrundlagen entstehen Risiken – sowohl
wirtschaftlicher als auch haftungsrechtlicher Natur.
Ein strukturierter Prozess mit klaren Entscheidungsstufen ermöglicht nicht nur eine bessere Steuerung der
Verwertung, sondern auch eine nachvollziehbare Absicherung gegenüber Gläubigern, Gerichten und weite-
ren Beteiligten.
Strukturierte Verwertung als Erfolgsfaktor
Eine erfolgreiche Immobilienverwertung in Insolvenzen erfordert mehr als Geschwindigkeit. Sie erfordert
Struktur, Marktverständnis und strategisches Vorgehen. Durch eine frühzeitige, fundierte Analyse lassen
sich Potenziale erkennen, Risiken reduzieren und Erlöse optimieren.
Unser Ansatz unterstützt Insolvenzverwalter dabei, Immobilienengagements sachlich zu bewerten, alter-
native Handlungsoptionen aufzuzeigen und wirtschaftlich sowie rechtlich tragfähige Entscheidungen zu
treffen.
Unser Anspruch
Wir verstehen uns als strategischer Partner für Insolvenzverwalter bei der Immobilienverwertung. Unser
Fokus liegt auf:
•
belastbaren Entscheidungsgrundlagen
•
wirtschaftlich sinnvollen Verwertungsstrategien
•
Reduktion von Haftungs- und Bewertungsrisiken
•
Transparenz gegenüber allen Beteiligten
Nicht jede Immobilie ist entwicklungsfähig – aber jede Immobilie sollte strukturiert geprüft werden.